• Starkes viertes Quartal lässt Flächenumsatz auf dem Frankfurter Büromarkt erstmals
wieder auf über 500.000 m² steigen
• Vermietungsvolumen 11 % über dem Zehnjahresdurchschnitt
• Trotz aller Unsicherheiten auf den Finanzmärkten: Banken und Finanzdienstleister 2012
stärkste Mietergruppe
Der Frankfurter Büroflächenmarkt (inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei) hat zum Ende
des Jahres 2012 noch einmal Fahrt aufgenommen. In den letzten drei Monaten des Jahres wurden
168.000 m² Bürofläche neu vermietet, so dass ein Gesamtjahresergebnis von 510.000 m² vermeldet
werden kann. Es ist das höchste Vermietungsvolumen der vergangenen fünf Jahre (2007: 550.000
m²). Nicht zuletzt das starke vierte Quartal – es war das drittumsatzstärkste Vierteljahr der
vergangenen fünf Jahre – hat dazu beigetragen, dass das Vorjahresergebnis um 20 % übertroffen
wurde und das Jahresresultat 11 % über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre liegt.
Nach Cushman & Wakefield (C&W), internationales Beratungsunternehmen für
Gewerbeimmobilien, präsentierte sich der Frankfurter Markt im vergangenen Jahr breit
aufgestellt und gegenüber 2011 insbesondere mit deutlich mehr Bewegung im großflächigen
Segment. „Die Zahl der Mietverträge mit Flächengrößen jenseits der 5.000 m² ist in den
vergangenen zwölf Monaten von elf auf achtzehn gestiegen. Das Vermietungsvolumen in diesem
großflächigen Segment ist dabei um stattliche 70.000 m² von 130.000 m² auf 200.000 m²
gestiegen. Der Marktanteil dieses Größensegmentes belief sich entsprechend 2012 auf 40 %“, so
Dennis Stern, Leiter der Frankfurter Bürovermietungsabteilung von C&W. „Deutlich mehr
Bewegung als im Vorjahr haben wir auch bei den Vertragsabschlüssen mit Mietflächen zwischen
1.000 m² und 3.000 m² registriert. 82 Verträge über insgesamt 130.000 m² wurden im vergangenen
Jahr abgeschlossen. Insgesamt hat dieses Größensegment 25 % zum Jahresergebnis beigetragen - in
Kombination mit den Anmietungen unter 1.000 m², die einen Marktanteil von 30 % haben, ein
großer Stabilitätsfaktor für die Mainmetropole.“
Trotz aller Unsicherheiten auf den Finanzmärkten zeigten sich Frankfurts Banken und
Finanzdienstleister anmietungsstark. Sie haben im vergangenen Jahr insgesamt 79.000 m²
angemietet und so einen Marktanteil von knapp 16 % erreicht. Die Immobilienberater sehen dies
al positives Zeichen für den Finanzplatz Frankfurt am Main. Weitere 14,5 % (74.000 m²) haben
Verwaltungen von Industrieunternehmen zum Gesamtjahresumsatz beigetragen – gestützt
insbesondere durch den 25.000 m² Abschluss der Lurgi AG im Mertonviertel.
Die Leerstandsrate ist auch im letzten Quartal des Jahres ein weiteres Mal gesunken. Sie
wird Ende Dezember bei 13,2 % notiert (Dezember 2011: 13,8 %). Aktuell stehen rund 1,58 Mio. m²
kurzfristig zur Anmietung zur Verfügung. Angesichts des hohen Vorvermietungsstandes von rund 80
% in den Projekten, die in den kommenden zwölf Monaten auf den Frankfurter Markt kommen werden
(Gesamtvolumen 376.000 m²), dürfte sich das Leerstandsvolumen 2013 weiter sukzessive
reduzieren.
Der Büroflächenbestand beläuft sich zum Jahresende 2012 auf 12 Mio. m². Damit ist der
Bestand gegenüber Dezember 2012 aufgrund umfangreicher Flächenumnutzungen, Sanierungen und
nicht zuletzt niedriger Baufertigstellungsvolumen minimal gesunken. Diese rückläufige
Entwicklung des Flächenbestands wird 2013 zum Stillstand kommen. Wurden 2012
unterdurchschnittliche 89.700 m² neue Büroflächen fertig gestellt, so wird für 2013 ein
Baufertigstellungsvolumen von 376.000 m² erwartet. Zu den größten Projekten zählen dabei der
Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB), der TaunusTurm (60.000 m²) und die Sanierung des
ehemaligen Poseidon-Hauses (jetzt Leo) mit 40.000 m².
Die Spitzenmiete präsentierte sich in der Mainmetropole im vergangenen Jahr sehr stabil. Wie zu
Jahresende 2011 wird sie aktuell bei € 34,00 pro m²/Monat registriert und wird im CBD
erzielt.
„Trotz der wirtschaftlichen Eintrübungen, die wir gerade in Deutschland spüren, gehen wir
verhalten optimistisch ins nächste Jahr“, so Inga Schwarz, Leiterin der Research-Abteilung von
C&W. „Die Akteure auf dem Frankfurter Büromarkt zeigten sich im Schlussquartal des Jahres
2012 wenig beeindruckt von der konjunkturellen Delle in Deutschland, der schwächelnden
Weltkonjunktur und den Nachrichten rund um die europäische Schuldenkrise. Vor diesem
Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass sich die deutsche Wirtschaft zum Jahresende 2012
in guter Verfassung zeigt, gehen wir davon aus, dass der Frankfurter Büroflächenmarkt 2013
wieder ein Ergebnis auf Niveau des Zehnjahresdurchschnitts erzielen wird.“