2007 betrugen die Investmentumsätze mit Gewerbeimmobilien weltweit rund 655 Mrd. Euro (930
Mrd. US-Dollar). Trotz Rückgangs der Handelsvolumen um 12,5 % während der zweiten Jahreshälfte
lagen sie damit 29 % über dem Vorjahresniveau, wie Cushman & Wakefield (C&W) nun
in seinem aktuellen „International Investment Atlas 2008“ veröffentlichte. „2007 lagen die
Investmentumsätze dreimal höher als vor fünf Jahren“, kommentieren die Researcher von C&W,
„woraus sich schließen lässt, dass Immobilien weiterhin eine etablierte Vermögensklasse bleiben
werden.“ Für das laufende Jahr erwarten die internationalen Immobilienberater einen Rückgang
des Investment-Umsatzes von 17 % auf insgesamt 770 Mrd. US-Dollar.
Volumen in Schwellenländern wachsen schnell
In Europa stiegen Immobilien-Investments im vergangenen Jahr um 10 % auf 349 Mrd.
US-Dollar. Die am stärksten nachgefragten Investmentmärkte waren die USA, Großbritannien, auf
dem dritten Platz lag Deutschland, gefolgt von Frankreich und Japan.
Zehn der 15 am stärksten wachsenden Investmentmärkte befinden sich in Schwellenländern,
darunter China auf Platz zehn mit 15 Mrd. US-Dollar und Brasilien mit 14 Mrd. US-Dollar
Volumen, sowie die europäischen Aufsteiger Ukraine, Türkei, Bulgarien und Ungarn.
Das stärkste regionale Wachstum wurde in Amerika verzeichnet. So stieg das Investmentvolumen
in Lateinamerika um 87 % und Nordamerika um 49 %. Auch für Asien war 2007 ein starkes
Investmentjahr: hier stieg das Investmentvolumen um 27 % auf insgesamt 145 Mrd. US-Dollar.
Ausländische Investoren dominieren Märkte
Weltweit stiegen die Immobilien-Engagements inländischer Investoren 2007 um 19 %,
während ausländische Käufer ihre Aktivitäten um 54 % erhöhten - und damit einen Anteil von 34 %
am Gesamtvolumen (2006: 29 %) hatten. In Europa waren ausländische Investoren die dominanten
Player: ihr Anteil an Investmenttransaktionen betrug 55 % und ist damit 36 % gegenüber dem
Vorjahr gestiegen.
In Deutschland und Frankreich sind die Immobilien-Investments letztes Jahr um ca. 30 %
gestiegen, während Großbritannien, der größte europäische Investmentmarkt, aufgrund der
Kreditkrise einen Rückgang von 13 % verzeichnete. Die Immobilienberater rechnen damit, dass der
damit einhergehende Preisrückgang am britischen Markt neue Käufer anlocken wird.
Mittel- und Osteuropa standen weiterhin verstärkt im Fokus internationaler Investoren, was zu
einem Anstieg der Investmentvolumen von 47 % geführt hat.