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  • Frankfurter Büromarkt: Nach kurzer Durststrecke wieder voll im Tritt

    4 Apr, 2008, Frankfurt

    Starker Jahresstart mit guten Perspektiven

    Der Frankfurter Büromarkt ist nach einer leichten Durststrecke zum Jahresende stark in das neue Jahr 2008 gestartet. Mit einer Vermietungsleistung von 96.000 m² kann gegenüber dem Vorjahresquartal (72.000 m²) eine Steigerung von 33,3 % vermeldet werden. Das aktuelle Quartalsergebnis liegt darüber hinaus deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt der ersten Quartale mit 67.400 m². Ein deutliches Zeichen für einen weiterhin stabilen Markt.

    Nach dem internationalen Immobilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield (C&W) haben vor allem Großabschlüsse zu dem guten Ergebnis beigetragen. Allein der Großabschluss der Deutschen Börse in Eschborn mit 19.400 m² trägt rund 20 % zum Gesamtvolumen bei. Weitere 19 % entfallen auf Vertragsabschlüsse zwischen 5.000 m² und 10.000 m². „Nicht zu unterschätzen ist die Nachfrage, die aus dem kleinflächigen Segment kommt“, so Jörg Ettmann, Leiter der Bürovermietung von C&W Deutschland. „Vor allem Transaktionen von 500 m² bis 1.000 m² tragen gut 19 % zum Vermietungsergebnis bei. Ein klares Signal für die wachsende wirtschaftliche Stärke klein- und mittelständischer Betriebe.“


    Leerstand sinkt weiter

    Positiv entwickelt sich auch weiterhin der Leerstand. Bei niedrigem Baufertigstellungsvolumen und positiver Nettoabsorption ist die Leerstandsrate auf 13,3 % gesunken (4. Quartal 2007: 13,9 %). Damit stehen rund 1,54 Mio. m² zur kurzfristigen Anmietung zur Verfügung. Entwarnung kann aber nicht gegeben werden. „Zwar sinken die Leerstände vor allem in zentralen Lagen weiterhin deutlich“, so Ettmann, „unsere Sorgenkinder bleiben jedoch die peripheren Standorte wie Niederrad und Kaiserlei. Hier werden wir 2008 – und mit großer Wahrscheinlichkeit auch darüber hinaus – hohe absolute Leerstandszahlen verzeichnen. Die Ansprüche potenzieller Mieter sowie Lage-, Preis- und Gebäudequalität klaffen in diesen Lagen oft sehr stark auseinander.“ Insgesamt ist für die kommenden Monate mit weiterhin sinkenden Leerstandsraten zu rechnen.

    Spitzenmiete stabil

    Die Spitzenmiete blieb im vergangenen Quartal stabil bei 37 EUR/m²/Monat, steht aber weiterhin angesichts der Flächenknappheit im Top-Segment unter Druck. Bis zum Jahresende 2008 ist mit einem Anziehen der Spitzenmiete zu rechnen. Für dezentrale Standorte sind stabile Mietpreisentwicklungen zu vermelden.

    Keine Entwarnung

    Aktuell steht eine Vielzahl von Mietverträgen im vier- und fünfstelligen Größenbereich kurz vor der Vertragsunterzeichnung. Entsprechend ist eine weitere Marktbelebung realistisch. Dennoch gilt: Für das Gesamtjahr 2008 kann noch nicht Entwarnung gegeben werden. Die Entwicklung auf den weltweiten Finanzmärkten - mit all ihren möglichen Auswirkungen auf den Frankfurter Büroflächenmarkt - muss im Blick behalten werden.

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