Starker Jahresstart mit guten Perspektiven
Der Frankfurter Büromarkt ist nach einer leichten Durststrecke zum Jahresende stark in das
neue Jahr 2008 gestartet. Mit einer Vermietungsleistung von 96.000 m² kann gegenüber dem
Vorjahresquartal (72.000 m²) eine Steigerung von 33,3 % vermeldet werden. Das aktuelle
Quartalsergebnis liegt darüber hinaus deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt der ersten
Quartale mit 67.400 m². Ein deutliches Zeichen für einen weiterhin stabilen Markt.
Nach dem internationalen Immobilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield (C&W)
haben vor allem Großabschlüsse zu dem guten Ergebnis beigetragen. Allein der Großabschluss der
Deutschen Börse in Eschborn mit 19.400 m² trägt rund 20 % zum Gesamtvolumen bei. Weitere 19 %
entfallen auf Vertragsabschlüsse zwischen 5.000 m² und 10.000 m². „Nicht zu unterschätzen ist
die Nachfrage, die aus dem kleinflächigen Segment kommt“, so Jörg Ettmann, Leiter der
Bürovermietung von C&W Deutschland. „Vor allem Transaktionen von 500 m² bis 1.000 m² tragen
gut 19 % zum Vermietungsergebnis bei. Ein klares Signal für die wachsende wirtschaftliche
Stärke klein- und mittelständischer Betriebe.“
Leerstand sinkt weiter
Positiv entwickelt sich auch weiterhin der Leerstand. Bei niedrigem
Baufertigstellungsvolumen und positiver Nettoabsorption ist die Leerstandsrate auf 13,3 %
gesunken (4. Quartal 2007: 13,9 %). Damit stehen rund 1,54 Mio. m² zur kurzfristigen Anmietung
zur Verfügung. Entwarnung kann aber nicht gegeben werden. „Zwar sinken die Leerstände vor allem
in zentralen Lagen weiterhin deutlich“, so Ettmann, „unsere Sorgenkinder bleiben jedoch die
peripheren Standorte wie Niederrad und Kaiserlei. Hier werden wir 2008 – und mit großer
Wahrscheinlichkeit auch darüber hinaus – hohe absolute Leerstandszahlen verzeichnen. Die
Ansprüche potenzieller Mieter sowie Lage-, Preis- und Gebäudequalität klaffen in diesen Lagen
oft sehr stark auseinander.“ Insgesamt ist für die kommenden Monate mit weiterhin sinkenden
Leerstandsraten zu rechnen.
Spitzenmiete stabil
Die Spitzenmiete blieb im vergangenen Quartal stabil bei 37 EUR/m²/Monat, steht aber
weiterhin angesichts der Flächenknappheit im Top-Segment unter Druck. Bis zum Jahresende 2008
ist mit einem Anziehen der Spitzenmiete zu rechnen. Für dezentrale Standorte sind stabile
Mietpreisentwicklungen zu vermelden.
Keine Entwarnung
Aktuell steht eine Vielzahl von Mietverträgen im vier- und fünfstelligen Größenbereich kurz
vor der Vertragsunterzeichnung. Entsprechend ist eine weitere Marktbelebung realistisch.
Dennoch gilt: Für das Gesamtjahr 2008 kann noch nicht Entwarnung gegeben werden. Die
Entwicklung auf den weltweiten Finanzmärkten - mit all ihren möglichen Auswirkungen auf den
Frankfurter Büroflächenmarkt - muss im Blick behalten werden.