• Tokio hat die höchsten Büromieten der Welt
• Londons West End auf den zweiten Platz der Rangliste der teuersten Bürostandorte gestiegen,
Hongkong auf Platz 3 gefallen
• Frankfurt von Platz 17 auf den 21. Platz gefallen, Zürich vom 11. auf den 10. Platz und Wien
vom 30. auf den 28. Platz aufgestiegen
Zum ersten Mal seit 2003 ist im vergangenen Jahr in allen führenden Wirtschaftszentren der
Welt die Nachfrage nach Büroflächen kräftig zurückgegangen und sind die Spitzenmieten gesunken.
Das internationale Immobilienberatungshaus Cushman & Wakefield (C&W) hat heute seine
Studie „Office Space Across the World“ veröffentlicht, die alljährlich durchgeführt wird und
für deren aktuelle Ausgabe die Wirtschaftszentren von 63 Ländern untersucht wurden. Im
weltweiten Durchschnitt sind die Spitzenmieten im vergangenen Jahr um 10 % gesunken. Die nähere
Betrachtung macht deutlich, dass die Mietpreisrückgänge regional sehr unterschiedlich
ausfallen. Am stärksten sind die Spitzenmieten im Bürosegment in der Asien-Pazifik-Region mit
einem Minus von 16 % gesunken. Die stärksten Mietpreisrückgänge in Asien wurden in Singapur
(-45 %), Hongkong
(-35 %) und Tokio (-21 %) verzeichnet. Es folgt Amerika mit 7 %, so fielen sie beispielsweise
in Bosten um 26 %, San Francisco um 24 %, Seattle und New York um 23 %. Erneut präsentierten
sich Südamerika sowie der Mittlere Osten und Afrika am robustesten: Hier sind die Spitzenmieten
nur um 7 bzw. 5 % gesunken. Südamerika zeigte sich widerstandfähig, hier stiegen die Mietpreise
im chilenischen Santiago um 28 %. Den größten Abstieg erlebte in dieser Region Buenos Aires mit
-14 %.
In Europa haben die Spitzenmieten 2009 um 11 % nachgegeben. Die Mietpreise in Kiew und Dublin
sind mit mehr als -50 % bzw. -38 % am stärksten zurückgegangen und selbst an einem der
begehrtesten Standorte weltweit, dem Londoner West End, haben die Spitzenmieten um 25 %
nachgegeben.
Die teuersten Bürostandorte der Welt 2010
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Deutschsprachige Wirtschaftszentren behaupten Position
In der Gesamtrangliste der teuersten Bürostandorte der Welt haben die deutschsprachigen
Wirtschaftszentren ihre Plätze weitestgehend behaupten können. Frankfurt ist von Platz 17 auf
den 21. Platz gefallen, Zürich vom 11. auf den 10. Platz und Wien ist gar vom 30. auf den 28.
Platz gestiegen.
Die teuersten Bürostandorte 2010 im deutschsprachigen Raum
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Auch auf den deutschen Büromärkten haben die Spitzenmieten dem Druck nicht standhalten
können. Auf dem bundesweit volatilsten Markt in Frankfurt sind die Mieten im Jahresverlauf um
11 % gesunken. In Berlin, München und Düsseldorf haben sich die Mieten um 7, 6 bzw. 4 %
reduziert. Bis dato haben sich die Top-Mieten in Deutschlands stabilstem Büromarkt Hamburg nur
um 2 % reduziert.
„Diese im internationalen Vergleich geringfügigen Mietrückgänge im Spitzensegment können wir
durchaus als Zeichen für insgesamt gesunde deutsche Büromärkte werten“, so Inga Schwarz,
Researcherin von C&W in Deutschland. „Unsere Märkte waren vor der Krise bei weitem nicht so
überhitzt wie die in anderen Ländern. Die Marktteilnehmer und insbesondere die Entwickler
agieren hierzulande dann doch oftmals eine Spur überlegter. Die Spitzen der Marktzyklen fallen
entsprechend weniger stark aus.“
2010 Marktstabilisierung
Für 2010 stehen die Zeichen weltweit auf Marktstabilisierung. Doch betonen die Berater von
C&W, dass die „Road to Recovery“ von Standort zu Standort sehr unterschiedlich ausfallen
kann. So wird es Standorte geben wie das Londoner West End, in dem sich bereits jetzt
abzeichnet, dass die Spitzenmiete aufgrund von Flächenknappheit 2010 steigen wird, während in
anderen Regionen die Spitzenmieten weiterhin unter Druck stehen werden.
„2010 dürfte ein weiteres Jahr der Herausforderungen nicht nur auf den internationalen, sondern
auch auf den deutschen Märkten sein“, erklärt Inga Schwarz. „Doch es dürfte auch das Jahr der
Marktstabilisierung und des vorsichtigen Optimismus sein - für Vermieter und Mieter.“