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  • Frankfurter Büromarkt löst Handbremse

    1 Oct, 2010, Frankfurt

    • Vermietungsvolumen auf dem Frankfurter Büroflächenmarkt im 3. Quartal bei 162.000 m²
    • Belebung in allen Größensegmenten
    • Spitzenmiete unverändert
    • Alle Zeichen stehen auf Jahresumsatz jenseits der 500.000 m²

    Der Frankfurter Büromarkt ist nach der Sommerpause durchaus dynamisch ins zweite Halbjahr gestartet. Insgesamt wurden rund 162.000 m² Bürofläche neu angemietet. Es ist das stärkste dritte Quartal seit 2007 – damals hatte die PWC mit ihrer 60.000-m²-Anmietung im Projekt Tower185 den Quartalsumsatz maßgeblich gestützt. Insgesamt beläuft sich das Vermietungsvolumen 2010 bis dato auf rund 392.000 m², ein Plus von knapp 40 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Handbremse, die viele Akteure in den Zeiten weltwirtschaftlicher Turbulenzen angezogen hatten, scheint gelöst.

    Belebung in allen Größensegmenten

    Nach dem internationalen Immobilienberater Cushman & Wakefield (C&W) hat sich der Markt in allen Größensegmenten belebt. „Mit der Eigennutzertransaktion der Allianz Global Investors über rund 28.700 m² im Triton haben wir sicherlich einen bemerkenswerten Großabschluss. Doch was uns umso mehr freut, ist die insgesamt breite Marktbelebung“, so Dennis Stern aus der Frankfurter Bürovermietungsabteilung von C&W. „Insbesondere in den Branchen „Banken und Finanzdienstleister“, „Beratung“ und „IT und Kommunikation“ ist die Zahl der Mietverträge und gleichzeitig das Vermietungsvolumen stark gestiegen: Sie vereinigen 53 % des Vermietungsvolumens im dritten Quartal auf sich. Weiterhin beobachten wir mit Aufmerksamkeit, dass internationale Unternehmen wieder den ersten Schritt nach Frankfurt wagen. Allein im Opernturm wurden zwei Mietverträge an Neu-Frankfurter-Unternehmen vermietet. Das Vertrauen in den Standort und seine Zukunft scheint da. Wir sind gespannt, ob sich diese Entwicklung in den kommenden Monaten fortsetzt.“ Weiterhin hat sich der Markt besonders im Größensegment 1.000 bis 3.000 m² belebt. Die Zahl der Verträge beläuft sich im dritten Quartal auf 27 (Umsatzvolumen: 38.900 m²). Fast so viele wie im gesamten ersten Halbjahr.

    Leerstandsvolumen leicht gesunken

    Das Volumen der Leerstandsflächen ist im dritten Quartal leicht gesunken. Aktuell stehen rund 1.61 Mio. m² kurzfristig zur Anmietung zur Verfügung. Bei einem Gesamtbestand von 11,98 Mio. m² entspricht dies einer Leerstandsrate von 14,7 % (zweites Quartal: 14,8 %). „Die Nachfrage der Mieter konzentriert sich mehr denn je auf hochwertige Flächen. Das Gros der Unternehmen macht sich die derzeit günstigen Mietkonditionen zu Nutze und verbessert seine Flächen hinsichtlich Ausstattung und Adresse. Das Problem des so genannten Sockelleerstandes ist und bleibt auf der Agenda“, so Dennis Stern. „Weiterhin reagieren Eigentümer durchaus auch mit Umnutzung ihrer Objekte auf diese Leerstandssituation. Im dritten Quartal wurden fünf Büroobjekte vom Markt genommen, die nun einer Wohn- oder auch Hotelnutzung zugeführt werden.“

    Im dritten Quartal wurden rund 187.200 m² Bürofläche fertig gestellt. Inklusive der Sanierungen des Silver Towers und der Deutsche-Bank-Türme Soll & Haben befinden sich aktuell 394.000 m² in Bau.

    Spitzenmiete unverändert

    Ende September 2010 liegt die Spitzenmiete unverändert bei € 34,00 pro m²/Monat und wird im Westend erzielt. Das Frankfurter Premiumobjekt Opernturm steht bei potenziellen Neumietern hoch im Kurs. Für Flächen in diesem so genannten Trophy-Building sind die Mieter bereit, entsprechende Mietpreise zu zahlen. Insgesamt präsentieren sich die Mietpreisniveaus im Frankfurter Marktgebiet zu Beginn der zweiten Jahreshälfte stabil. Auch der Umfang der Incentive-Pakete, die vor allem Eigentümer in peripheren Lagen bereit zu gewähren sind, ist nicht weiter gestiegen.

    Alle Zeichen stehen auf Jahresumsatz jenseits der 500.000 m²

    „Dieses Quartalsergebnis hätten wir noch zu WM-Zeiten nicht für möglich gehalten“, so Inga Schwarz, Leiterin der Research-Abteilung von C&W Deutschland. „Die Akteure haben das gesamte erste Halbjahr über sehr verhalten agiert, und das Halbjahresergebnis wurde maßgeblich von der Eigennutzertransaktion der Europäischen Zentralbank (EZB) im Frankfurter Ostend mit einer Fläche von 104.000 m² getragen. Nun zu Beginn des Herbstes scheint es, dass die Unternehmer den guten Nachrichten und Zahlen, die die deutsche Wirtschaft seit Wochen aussendet, Glauben schenken. Und nicht nur das: die sich stabilisierende Wirtschaft und der sich abzeichnende Pfad langsamen Wirtschaftswachstums scheinen Vertrauen zu geben. Die Talsohle scheint in den Köpfen weitestgehend durchschritten. Für das Jahresende erwarten wir eine stabile Marktentwicklung. Das Gesamtjahresergebnis dürfte jenseits der 500.000-m²-Marke liegen.“

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