• Halbjahresumsatz mit 330.000 m² ein weiteres Mal auf Rekordniveau
• Leerstand weiter sinkend
Auf dem Berliner Büroflächenmarkt wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2012 rund
330.000 m² neu angemietet. Damit wurde das sehr starke Ergebnis aus dem Vorjahreszeitraum
(314.000 m²) übertroffen und im zweiten Sommer in Folge kann ein Rekordhalbjahresergebnis
vermeldet werden. Nach einem guten Jahresauftakt mit vermieteten 137.000 m² im ersten Quartal,
hat das Vermietungsgeschehen im zweiten Quartal noch einmal angezogen: 193.000 m² wurden in den
Frühjahrsmonaten vermietet. Das aktuelle Halbjahresergebnis liegt 50 % über dem Durchschnitt
der letzten zehn Jahre (Durchschnitt: 128.300 m²).
Nach Cushman & Wakefield (C&W), internationales Immobilienberatungsunternehmen, hat
vor allem die rege Anmietungstätigkeit in der Größenklasse zwischen 1.000 m² und 3.000 m² zur
Umsatzsteigerung beigetragen. 49 Verträge über insgesamt 78.200 m² wurden bis dato in dieser
Kategorie geschlossen - ein Umsatzplus von 68 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gestiegen ist
weiterhin das Flächenumsatzvolumen in der Größenklasse unter 1.000 m²: von 121.400 m² im ersten
Halbjahr 2011 auf aktuelle 152.000 m² (+25 %). „Im kleinteiligen Segment ist weiterhin sehr
viel Dynamik “, so Lisa Ebert aus der Berliner Bürovermietungsabteilung von C&W. „Nicht
zuletzt ist das die Flächenkategorie, in der eine der wichtigsten Mietergruppen zu finden ist:
die Kreativen und die Startups. Ihr Vertrauen in den Standort ist ungebrochen, die
Attraktivität der Hauptstadt strahlt auch 2012 weit über ihre Stadtgrenzen hinaus. Wir konnten
in den vergangenen Monaten nicht nur Berliner Neugründungen registrieren, sondern auch
weiterhin viele Zuzüge aus dem In- und Ausland. Und das nicht nur im kleinteiligen
Flächensegment.“
Zu den anmietungsstärksten Branchen gehört im ersten Halbjahr ein weiteres Mal die
öffentliche Hand, die mit den großflächigen Vertragsabschlüssen des Verteidigungsministeriums
(16.700 m²) und der Jobagentur Mitte (12.000 m²) sowie einigen kleineren Mietverträgen im
vergangenen Halbjahr rund 34.000 m² zum Umsatzvolumen beigesteuert hat (10,6 % Marktanteil).
Viel Bewegung ist weiterhin bei Bildungs- und Sozialeinrichtungen zu beobachten, deren
Marktanteil bei 11 %. liegt. Dynamisch auch die Marktentwicklung im IT-Bereich: 27.500 m²
Bürofläche wurden bis dato von Unternehmen dieser Branche neu angemietet (8,3 %
Marktanteil).
Im fünften Quartal in Folge ist die Leerstandsrate in der Bundeshauptstadt gesunken. Wurde
sie Ende März noch bei 7,7 % registriert, so steht sie Ende Juni bei 7,4 %. Im Sommer 2012
beläuft sich der Berliner Büroflächenbestand auf 17,48 Mio. m², davon stehen 1,29 Mio. m²
kurzfristig zur Verfügung. „Wir erwarten für die zweite Jahreshälfte eine Fortsetzung dieses
Trends. Der Leerstand dürfte weiter sinken“, so Lisa Ebert. „Das Gros der Flächen, die noch
2012 fertig gestellt werden sollen, ist bereits vorvermietet. Es zeichnet sich ab, dass in den
kommenden sechs Monaten die Anzahl der spekulativ angeschobenen Projekte nur geringfügig
steigen wird. Bleibt der Markt weiterhin in den kommenden Monaten so aktiv – wovon wir ausgehen
- und die Nettoabsorption positiv, dann wird ganz klar auch das Volumen der verfügbaren Flächen
sinken.“
Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 33.300 m² Bürofläche fertig gestellt. Rund 353.000 m²
befinden sich in Bau.
Die Spitzenmiete liegt im Sommer 2012 weiterhin bei 21,50 Euro pro Quadratmeter. Während
sich die Mietpreise im Top-Segment aktuell stabil präsentieren, tendieren die Mietpreisniveaus
für gut ausgestattete Objekte in den innerstädtischen B-Lagen nach oben. Dies gilt insbesondere
für die Teilmärkte City Ost und die City West, deren Marktanteile im ersten Halbjahr bei 34 %
bzw. 32 % liegen.