Menora Mivtachim, einer der größten israelischen Finanz- und Versicherungskonzerne, erwarb
im Rahmen eines Joint Ventures das sogenannte VBG Portfolio, bestehend aus vier Büroobjekten in
Berlin, Dresden, Ludwigsburg und Bergisch-Gladbach mit einer vermieteten Fläche von ca. 45.000
m². Alle Gebäude sind langfristig an den Hauptmieter Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG),
einer gesetzlichen Unfallversicherung, vermietet.
Die Transaktion, der eine Restrukturierung der Verbindlichkeiten der vorherigen
Alleineigentümerin Redefine International zu Grunde liegt, wurde von Cushman & Wakefield
(C&W) beratend begleitet. C&W beriet Redefine International bei der Restrukturierung
und identifizierte die Joint-Venture-Partner im Rahmen eines strukturierten Bieterprozesses.
Auf dem Portfolio lasteten Verbindlichkeiten in Höhe von 117,3 Mio. Euro, die 2007 in Form von
Commercial Mortgage-Backed Securities (CMBS) verbrieft wurden. Martin Braun, Leiter der Capital
Markets Group von C&W Deutschland erklärt: „Wir sehen vermehrt CMBS-besicherte
Kreditverträge auslaufen, für die innovative Lösungsansätze wie dieser benötigt werden. Der
hier erarbeitete Ansatz stellt eine Win-Win-Situation für alle Prozessbeteiligten dar.“
Im Rahmen der Restrukturierung veräußerte Redefine International zu einem Nominalbetrag 49 %
der Anteile der Holding-Gesellschaft an Menora Mivtachim sowie weitere 2 % an einen
Privatinvestor und erhöhte die Eigenkapitalbasis. Als neuen Fremdkapitalgeber gewann das
Investorenkonsortium die DG Hyp. Parallel verhandelten Redefine International sowie das neu
zusammengestellte Konsortium mit dem Kreditverwalter und Alt-Gläubigervertreter (Special
Servicer) über Details der Kreditrestrukturierung und der Veräußerung des Portfolios. Nach
Abschluss eines Kaufvertrages wurden die Immobilien für einen Nettobetrag von ungefähr 80 Mio.
Euro an neue Objektgesellschaften der Holding verkauft. Mit dem Verkaufserlös konnte die
restrukturierte CMBS-Finanzierung abgelöst werden.