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  • In Afrika und dem Nahen Osten sind Büroflächen knapp

    7 Feb, 2007, Frankfurt

    Die meisten afrikanischen Länder und Staaten des Nahen Ostens verfügen über keine nennenswerten Büromärkte, und an nur wenigen Standorten ist ein ausreichendes Angebot an modernen Büroimmobilien vorhanden. Aufgrund der zum Teil hohen Nachfrage nach Büroflächen liegen die Spitzenmieten an einigen Standorten dieser Regionen weit über dem europäischen Durchschnitt. Für seine Studie "Emerging Markets – Africa & The Middle East" hat das internationale Immobilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield (C&W) 22 afrikanische Büromärkte und 13 im Nahen Osten untersucht.

    Anzahl und Qualität der Büroflächen sowie Mietpreise präsentieren sich in der C&W-Studie in enger Relation zu den Ressourcen eines Landes: Diejenigen Länder, die über Ölvorkommen oder andere Rohstoffe verfügen, haben zumeist auch stabilere politische und wirtschaftliche Verhältnisse und sind sowohl für ausländische Unternehmen als auch Investoren attraktiv. Büroflächen sind hier häufig gesucht und aufgrund des knappen Angebotes teuer.

    In wirtschaftlich unentwickelten Ländern und an Standorten, die sich erst am Beginn ihrer wirtschaftlichen Entwicklung befinden, gibt es zumeist keine qualitativ akzeptablen Büroflächen, so dass Unternehmen dort dazu gezwungen sind, ihre Büros in Hotels oder umfunktionierten Wohngebäuden einzurichten.

    Kuwait und Luanda sind die teuersten Standorte

    Die teuersten Standorte des Nahen Ostens und Afrikas befinden sich in Kuwait, Angola und dem Iran. In Kuwait-Stadt wurde im vergangenen Jahr die Spitzenmiete von fast 47 Euro/m²/brutto/Monat registriert. Sie ist nach C&W auf die hohe Nachfrage irakischer Unternehmen zurückzuführen, die in Kuwait-Stadt ihre Zentralen eingerichtet haben. An zweiter Stelle folgte Luanda, Dreh- und Angelpunkt der Ölproduzenten und Diamantenminen in Angola, mit über 38 Euro/m²/brutto/Monat und an dritter Teheran mit knapp über 35 Euro/m²/brutto/Monat Spitzenmiete.

    Das modernste Büroflächenangebot dieser Region ist in den arabischen Golfstaaten, Israel und Südafrika zu finden. In Dubai betrug die Spitzenmiete im vergangenen Jahr über 34 Euro/m²/brutto/Monat, in Katar über 26 Euro/m²/brutto/Monat und in Muskat über 20 Euro/m²/brutto/Monat.

    In Tel Aviv wurde 2006 die Spitzenmiete von fast 13 Euro/m²/brutto/Monat erzielt.

    Auf dem afrikanischen Kontinent sind Algier, Maputo und Lagos die teuersten Bürostandorte nach Luanda.

    Am besten entwickelt ist der Büromarkt in Südafrika. Die durchschnittlichen Büromieten betragen in Pretoria 10 Euro/m²/brutto/Monat und in Johannesburg zwischen 4 und 6 Euro/m²/brutto/Monat.

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