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  • Nordeuropäische Länder punkten als Rechenzentrumsstandorte

    25 Apr, 2012, Frankfurt

    • Data Centre Risk Index 2012
    • Klima und Verfügbarkeit von Energie und Wasser sind starke Standortfaktoren
    • Weiterhin steigender Flächenbedarf
    • USA, Großbritannien und Deutschland führen den Index an

    Die Standortfrage ihres Rechenzentrums kommt eher auf die Agenda von Unternehmen als die Thematisierung von erneuerbarer Energie und CO2-Neutralität – wie Cushman & Wakefield (C&W) und hurleypalmerflatt in ihrer jüngsten gemeinsamen Untersuchung „Data Centre Risk Index 2012“ nun veröffentlichten. Als bevorzugte Standorte für Rechenzentren geraten die skandinavischen Länder wegen ihrer guten klimatischen und energetischen Rahmenbedingungen verstärkt in den Fokus.

    Attraktive Rahmenbedingungen

    Von den Top-15-Standorten für Rechenzentren weltweit befinden sich vier in nordeuropäische Staaten: Island, auf Rang vier des Risikoindexes, punktet als das stärkste nordeuropäische Land, Schweden belegt Rang acht, Finnland Rang neun und Norwegen Rang 14. Keith Inglis, der bei C&W EMEA-weit die Rechenzentrumberatung verantwortet, erklärt: „Das kalte nordeuropäische Klima ist ideal für die Kühltechnik und erspart Kühlkosten, und die scheinbar unbegrenzte Verfügbarkeit von Energie und Wasser sind attraktive Optionen dieser Standorte. Die nordischen Länder könnten mit ihren guten Rahmenbedingungen in der Zukunft den traditionellen Rechenzentrumsstandorten in Europa den Rang abnehmen.“ Als prominente Beispiele nennt er Google und Facebook: Google baut ein großes Zentrum im finnischen Hamina und Facebook errichtet derzeit eine neue Anlage im schwedischen Lulea.

    Weiterhin steigender Flächenbedarf

    Das rasante Wachstum des IT-Sektors, das durch den aktuellen Cloud-Hype noch beschleunigt wird, erhöht den Flächenbedarf und geht mit wachsendem Energiebedarf einher. So sind Klagen über ansteigende CO2-Emissionen aus dem Umfeld von Rechenzentren bekannt, die durch deren vermehrte Kohlenverbrennung für die Energiegewinnung verursacht werden. Die Verfügbarkeit von erneuerbarer Energie zum erschwinglichen Preis wird für Unternehmen des IT-Sektors wie auch für Unternehmen mit wachsenden Rechenzentrumskapazitäten mehr und mehr zur Herausforderung. Zudem ist sein Rechenzentrum oftmals der sensibelste und verletzlichste Bereich eines Unternehmens: stehen die Rechner still, entstehen in der Regel hohe Kosten und enormer wirtschaftlichen Schaden kann entstehen. So ist es nach C&W keine Überraschung, dass die wirtschaftlich und politisch soliden nordischen Länder Europas ins Interesse der IT geraten sind.

    USA, Großbritannien und Deutschland an der Spitze des Indexes

    Vor der positiven Entwicklung der nordeuropäischen Länder stehen die USA, Großbritannien und Deutschland nach wie vor an den ersten drei Stellen des Risikoindexes und bergen mit 100, 91 und 83 Punkten das geringste Risiko für Rechenzentren. Hongkong, auf Rang sieben, punktet als der sicherste Standort in Asien.
    Stephen Whatling, Global Service Director von hurleypalmerflatt kommentiert: „Indonesien, Indien und Brasilien gelten als die Wachstumsländer der nahen Zukunft, doch in Bezug auf Markteintritt, Marktregulierung und hohen Energiekosten verfügen sie über hohe Risiken und werden von den etablierten Märkten auf die hinteren Ränge des Risikoindexes abgedrängt.“

    Der Data Centre Risk Index

    Der Data Centre Risk Index 2012 evaluiert weltweit die Risiken für Rechenzentrumsstandorte und versteht sich dadurch auch als Unterstützung bei der Standortentscheidung für Rechenzentren. Der Index wurde in unterschiedlicher Gewichtung der Risikofaktoren ermittelt, die den erfolgreichen Betrieb eines Rechenzentrums gefährden, wie Energiekosten und -sicherheit, Netzanbindungen, Wahrscheinlichkeit von Naturkatastrophen oder politischer Instabilität usw. Die Gewichtung der Risiken erfolgte in drei Kategorien. An erster Stelle stehen die wichtigsten Risiken wie Energiekosten, internationale Breitbandkapazität und Simplizität von Geschäften.

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