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  • Frankfurter Büromarkt 2012: Höchstes Vermietungsvolumen seit fünf Jahren

    7 Jan, 2013, Frankfurt

    • Starkes viertes Quartal lässt Flächenumsatz auf dem Frankfurter Büromarkt erstmals wieder auf über 500.000 m² steigen
    • Vermietungsvolumen 11 % über dem Zehnjahresdurchschnitt
    • Trotz aller Unsicherheiten auf den Finanzmärkten: Banken und Finanzdienstleister 2012 stärkste Mietergruppe

    Der Frankfurter Büroflächenmarkt (inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei) hat zum Ende des Jahres 2012 noch einmal Fahrt aufgenommen. In den letzten drei Monaten des Jahres wurden 168.000 m² Bürofläche neu vermietet, so dass ein Gesamtjahresergebnis von 510.000 m² vermeldet werden kann. Es ist das höchste Vermietungsvolumen der vergangenen fünf Jahre (2007: 550.000 m²). Nicht zuletzt das starke vierte Quartal – es war das drittumsatzstärkste Vierteljahr der vergangenen fünf Jahre – hat dazu beigetragen, dass das Vorjahresergebnis um 20 % übertroffen wurde und das Jahresresultat 11 % über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre liegt.

    Nach Cushman & Wakefield (C&W), internationales Beratungsunternehmen für Gewerbeimmobilien, präsentierte sich der Frankfurter Markt im vergangenen Jahr breit aufgestellt und gegenüber 2011 insbesondere mit deutlich mehr Bewegung im großflächigen Segment. „Die Zahl der Mietverträge mit Flächengrößen jenseits der 5.000 m² ist in den vergangenen zwölf Monaten von elf auf achtzehn gestiegen. Das Vermietungsvolumen in diesem großflächigen Segment ist dabei um stattliche 70.000 m² von 130.000 m² auf 200.000 m² gestiegen. Der Marktanteil dieses Größensegmentes belief sich entsprechend 2012 auf 40 %“, so Dennis Stern, Leiter der Frankfurter Bürovermietungsabteilung von C&W. „Deutlich mehr Bewegung als im Vorjahr haben wir auch bei den Vertragsabschlüssen mit Mietflächen zwischen 1.000 m² und 3.000 m² registriert. 82 Verträge über insgesamt 130.000 m² wurden im vergangenen Jahr abgeschlossen. Insgesamt hat dieses Größensegment 25 % zum Jahresergebnis beigetragen - in Kombination mit den Anmietungen unter 1.000 m², die einen Marktanteil von 30 % haben, ein großer Stabilitätsfaktor für die Mainmetropole.“

    Trotz aller Unsicherheiten auf den Finanzmärkten zeigten sich Frankfurts Banken und Finanzdienstleister anmietungsstark. Sie haben im vergangenen Jahr insgesamt 79.000 m² angemietet und so einen Marktanteil von knapp 16 % erreicht. Die Immobilienberater sehen dies al positives Zeichen für den Finanzplatz Frankfurt am Main. Weitere 14,5 % (74.000 m²) haben Verwaltungen von Industrieunternehmen zum Gesamtjahresumsatz beigetragen – gestützt insbesondere durch den 25.000 m² Abschluss der Lurgi AG im Mertonviertel.

    Die Leerstandsrate ist auch im letzten Quartal des Jahres ein weiteres Mal gesunken. Sie wird Ende Dezember bei 13,2 % notiert (Dezember 2011: 13,8 %). Aktuell stehen rund 1,58 Mio. m² kurzfristig zur Anmietung zur Verfügung. Angesichts des hohen Vorvermietungsstandes von rund 80 % in den Projekten, die in den kommenden zwölf Monaten auf den Frankfurter Markt kommen werden (Gesamtvolumen 376.000 m²), dürfte sich das Leerstandsvolumen 2013 weiter sukzessive reduzieren.

    Der Büroflächenbestand beläuft sich zum Jahresende 2012 auf 12 Mio. m². Damit ist der Bestand gegenüber Dezember 2012 aufgrund umfangreicher Flächenumnutzungen, Sanierungen und nicht zuletzt niedriger Baufertigstellungsvolumen minimal gesunken. Diese rückläufige Entwicklung des Flächenbestands wird 2013 zum Stillstand kommen. Wurden 2012 unterdurchschnittliche 89.700 m² neue Büroflächen fertig gestellt, so wird für 2013 ein Baufertigstellungsvolumen von 376.000 m² erwartet. Zu den größten Projekten zählen dabei der Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB), der TaunusTurm (60.000 m²) und die Sanierung des ehemaligen Poseidon-Hauses (jetzt Leo) mit 40.000 m².
    Die Spitzenmiete präsentierte sich in der Mainmetropole im vergangenen Jahr sehr stabil. Wie zu Jahresende 2011 wird sie aktuell bei € 34,00 pro m²/Monat registriert und wird im CBD erzielt.

    „Trotz der wirtschaftlichen Eintrübungen, die wir gerade in Deutschland spüren, gehen wir verhalten optimistisch ins nächste Jahr“, so Inga Schwarz, Leiterin der Research-Abteilung von C&W. „Die Akteure auf dem Frankfurter Büromarkt zeigten sich im Schlussquartal des Jahres 2012 wenig beeindruckt von der konjunkturellen Delle in Deutschland, der schwächelnden Weltkonjunktur und den Nachrichten rund um die europäische Schuldenkrise. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass sich die deutsche Wirtschaft zum Jahresende 2012 in guter Verfassung zeigt, gehen wir davon aus, dass der Frankfurter Büroflächenmarkt 2013 wieder ein Ergebnis auf Niveau des Zehnjahresdurchschnitts erzielen wird.“

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